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Moderne Architektur und iqube

22. October 2007

Nach mehrjähriger Bauzeit wurde der neue Gothaer Bahnhofsvorplatz Anfang Oktober den Bürgern feierlich übergeben. Mit einem ÖPNV-Terminal als zentrales Element dieser Umgestaltung wird der Zug-, Straßenbahn- und Busverkehr am Hauptbahnhof Gotha gebündelt und der Umstieg für die Fahrgäste stark vereinfacht. Und auch architektonisch ist der umgestaltete Bahnhofsvorplatz ein modernes Highlight in einem historischen Umfeld.

Wenn ein Reisender vor einigen Jahren mit dem Zug in Gotha ankam und aus dem trostlosen Bahnhof heraustrat, so landete er auf einem noch trostloseren Vorplatz dieser alten Residenzstadt im Osten Deutschlands. So taten sich das Land Thüringen und die Stadt vor zwei Jahren zusammen und beschlossen die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. 

Am 2. Oktober 2007 war es dann soweit. Der Minister für Bau und Verkehr des Landes Thüringen, der Landrat, der Bürgermeister der Stadt Gotha sowie die beiden Geschäftsführer der Thüringer Waldbahn und des Regionalverkehrs Gotha übergaben den neu gestalteten Platz während einer feierlichen Zeremonie den Bürgern der Stadt. Zentrales Element der 13 Millionen Euro teuren Neugestaltung bildet ein moderner ÖPNV-Terminal.

Das neue ÖPNV-Terminal in Gotha trägt eine weithin sichtbare Überschrift: „Denn man reist doch wahrlich nicht, um auf jeder Station einerlei zu sehen und zu hören.“ Dieses Goethe-Zitat bildet die visuelle Klammer des verkehrlichen Knotenpunkts, der buchstäblich Bus und Bahn unter einem großen Dach vereint. Trotz der vielfältigen Funktionen des Terminals wirkt die Konstruktion der Architekten Osterwold+Schmidt leicht, klar und verständlich.

Hierzu trägt nicht zuletzt die Materialität des Terminals durch filigrane, polierte Edelstahlrundstützen und die mit speziellen Glaseinheiten versehenen Wände von Servicestellen und Einzelhandelsläden bei. Die Gestaltung des eleganten Terminals wird am Boden durch Stein- und Holzbeläge schachbrettartig abgerundet.

In diese einfachen geometrischen Grundmuster des Terminals sind elf iqube-Anzeiger harmonisch eingebunden. Mit kompakten Vollmatrix-Anzeigern für die neun Straßenbahn- und Bussteige sowie einer 16-zeiligen Übersichtsanzeige beim Übergang vom Bahnhof zum neuen Terminal bekommt der Fahrgast an nahezu jedem Punkt der neuen Anlage alle aktuellen Abfahrtsinformationen übersichtlich präsentiert.

So wird dem Besucher Gothas, der heute mit dem Zug anreist und den Bahnhofsvorplatz betritt, ein schneller Übergang zwischen den Verkehrssystemen und eine überzeugende Architektur inklusive Fahrgastinformation geboten.